Dystopia-Superhelden-RPG. Ohne übernatürliche Fähigkeiten.
 
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 Der Grenzzaun

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BeitragThema: Der Grenzzaun   Do 31 Aug 2017 - 18:06

Diese Mischung aus Zaun und Mauer stellt die Grenze ziwschen den Bereichen der Armen und der Reichen dar. Hier treiben sich häufig Prostituierte herum (besonders auf der Seite der Armen), um einen hochgestellten Kunden zu ergattern. Es gibt mehrere Tore, durch die man den jeweils anderen bereich gelangen kann, jedoch muss man sich an diesen Ausweisen und vorlegen, dass man die Berechtigung hat, das Gebiet zu betreten. Reiche kommen einfach in das Gebiet der Armen, diese müssen sich widerrum jedoch ausweisen, um in den Bereich der Reichen zu kommen.
Allerdings gibt es im Zaun an einigen bestimmten Stellen schlupflöcher oder versteckt gelegene Durchgänge. Leute, die von ihnen wissen können sich so einfach Zutritt verschaffen. Ein von Vigilanten gern genutzter Service.

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X... Y... Z... Hch, wenigstens bin ich nicht das Allerletzte...
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Patrick Liddell

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 0:48

First Post
3. August 2063 - Nacht

Er nahm einen tiefen Atemzug der Luft des Straßenstrichs. Billiges Parfum, kalte Zigaretten und Alkohol, vermischt mit der noch nass dampfenden Nachtluft des nachmittäglichen Regens. Der Abend war ruhig - fast schon ein wenig zu ruhig für Phoenixs Geschmack, doch es war wohl kaum verwunderlich - der Maskenball im Reichenviertel war schon im vollen Gange, was hieß, die meisten reichen Pinkel hatten sich entweder ihre Frau oder einen Escort-Service geschnappt und würden heute Nacht kein Problem mehr darstellen. Eigentlich hätte es Phoenix freuen müssen. Weniger Ärger bedeutete schließlich auch, dass er vielleicht... nur vielleicht... eine ruhige Nacht verbringen würde. Mit einem leisen Seufzer zog er sich die Kapuze tiefer ins Gesicht, stieß sich von der Wand ab und begann seine Patrouille.
Soweit war nichts ungewöhnliches. Ein paar weniger Freier und ein paar weniger Prostituierte als sonst, aber wie gesagt - nichts Ungewöhnliches. Ein paar Männer warfen ihm ängstliche Blicke zu, als er - betont langsam und den Blick deutlich auf sie gerichtet - an ihnen vorbeiging. Oh ja, sie kannten ihn. Die Brandnarben auf ihren Händen sprachen eine deutliche Sprache. Phoenixs Mundwinkel zuckten, doch keine Freude lag in seinen Gesichtszügen. Sie hatten ihre Lektion offensichtlich gelernt.
"Lass mich los, Du Arschloch! Ich hab Dir gesagt, ich bin nicht Dein Püppchen! Mmmph!" - "Ich bezahl Dich nicht fürs Quatschen. Und jetzt halt still!!!" - "Er wird Dir das nicht durchgehen lassen!" - "Ich sagte, SEI STILL!!" - "Hi-hilfe! Hhhf...fMPH!"
Offensichtlich allerdings nicht alle. Phoenixs Kopf drehte sich ruckartig in die Richtung, aus der da Geräusch kam - eine der Seitengassen. Natürlich. Ein protziger Rolls Royce hatte ein paar Meter abseits vom Schuss geparkt, zwei Beinpaare ragten daraus. So schnell ihn seine Beine trugen, so schnell stand auch Phoenix schon neben dem Wagen und warf einen verachtenden Blick auf den Mann, der mit heruntergelassener Hose auf der Frau kniete, mit der einen Hand ein Messer an der Kehle des Mädchens, die andere hielt sein Würstchen umklammert und versuchte verzweifelt, irgendwie Leben hineinzupumpen.
"E-er wird Dir das nicht durchgehen lassen! Er wird Dich fertig machen!!! Er wir-d-fghmpph!"
Seine Hand krampfte sich um den Kragen des Fettsacks und schleuderte ihn zu Boden; sogleich stand ein Stiefel auf seinem Gemächt, der andere nagelte den Arm mit dem Messer auf dem Boden fest. "Guten Abend, Sir. Kennen wir uns nicht irgendwo her?" Phoenix stützte sich mit verschränkten Armen auf dem rechten Bein ab, verlagerte das Gewicht etwas mehr auf den Intimbereich. Der Mann winselte, wand sich wie ein Hund, warf dann einen panischen Blick zu dem Vigilanten hinauf. Natürlich kannte er ihn. Der Mann war Hans Wolfenstein, Mitglied des Stadtrates, Lobbyist - und bei Phoenix als Vergewaltiger bekannt. "Hatten wir nicht darüber gesprochen, dass man Frauen Respekt entgegen bringt? Gerade dann, wenn sie sich dazu bringen, etwas so Widerliches wie Dich anzufassen?" Etwas mehr Gewicht auf dem rechten Fuß, das Winseln wurde lauter. "Haben wir unsere Lektion etwa nicht gelernt?" Aus dem Augenwinkel sah er, wie die junge Frau aufstand und mühsam ihre Kleidung zusammensuchte, den Vigilanten und sein Opfer immer genau im Blick. Mit einer Hand griff Phoenix nach der Hosentasche des Mannes, beantwortete seinen Versuch, nach ihm zu packen, mit einem deftigen Tritt, und fischte das Portmonee heraus, um es ihr zuzuwerfen. "Hier. Er wird das nicht mehr brauchen. Schließlich haben wir noch ein Rendezvous, nicht wahr, Wolfi?"
"B-bitte. Bitte l-lass mich..."

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Ruby Pleiades

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 12:38

Mietshaus (Innenstadt) -->

Als Vento sein Ziel erreichte war dies eines der heruntergekommenen Häuserdächer dieser Gegend. Er versteckte sich hinter dem leicht eingebrochenen Schornstein des Hauses und stecke vorsichtig seinen Kopf um die Ecke. Dank seiner verbesserten Sicht machte Vento sein Ziel schnell im Halbdunkeln aus. Oder besser, sein Auto aus dem zwei paar Beine ragten. Foxy konnte sich nur vorstellen was der Bastard dort gerade mit der Armen Frau anstellte, deren Wimmern der Wind bis zu ihm nach oben trug.
Vento wollte gerade dazu ansetzen sich vom Dach gleiten zu lassen, um dem Ganzen ein Ende zu setzen, als ihm schon Jemand zuvorkam. Wolfenstein wurde ruckartig aus dem Auto gezerrt und schon stand der Vigilant über ihm. Ein leichtes Schmunzeln huschte bei Wolfis hilflosem Gesichtsausdruck über Ventos Gesicht, was jedoch von seiner Haube verdeckt wurde. Aber dieses Schmunzeln hielt nicht lange an, als er realisierte um welchen Vigilanten es sich dort unten handelte. Phoenix. Rächer des Straßenstrichs. Und so wie es auf Vento wirkte hatte dieser genug von Wolfensteins Vergewaltigungsausflügen zum Strich. Er würde kurzen, okay vielleicht nicht ganz so kurzen, Prozess mit ihm machen.
"Mist.", fluchte der Rothaarige, brauchte er den Lobbyisten doch selbst noch zum Verhör. Ein geheimer Informant hatte Ruby gesteckt, dass Hans Wolfenstein etwas über den Anschlag auf seinen kleinen Bruder Jaspis wissen würde und das würde er aus dem faulen, vollgefressenen Idioten herausbekommen, koste es was es wolle. In Sekundenbruchteilen traf Vento eine Entscheidung.
Er musste Phoenix, so sehr er es Wolfi auch gönnte zu leiden, von ihm wegschaffen.
Er spannte seine Arme, sprang vom Dach landete fast lautlos um die Ecke, außer Sichtweite der Beiden. Mit zwei geübten Handgriffen hatte er sein Kostüm kampffähig gemacht und trat in den den dumpfen Schein des Lichtes, welcher vom inneren des Autos ausgestrahlt wurde.
Er machte sich mit den Worten "I'm sorry. Aber ich hab mit ihm noch was zu klären." bemerkbar und schnellte auf Phoenix zu. In der Hoffnung er würde von Wolfenstein ablassen.

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Patrick Liddell

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 14:18

"Oh tut mir leid, Wolfi, macht Dich das etwa nicht an? Ich dachte, Du stehst darauf, wenn sie winseln" - Tritt - "Sich winden" - Tritt - "Um Gnade flehen? Eigentlich müsste das doch genau Dein Ding sein." Ein weiterer Tritt - ein ekelerregendes Knacken, das Winseln wurde lauter. Ein leichtes Grinsen schlich sich auf Phoenixs Gesicht, ehe er Wolfi am Kragen packte. "So, dann wollen wir mal-"
Eine Stimme unterbrach ihn in seinem Treiben. Phoenixs Blick wanderte nach oben - instinktiv drehte er den Kopf leicht, um überhaupt etwas mit seinem sehenden Auge erkennen zu können. Gerade rechtzeitig, um zur Seite zu springen und so zu verhindern, dass der Vigilant sich auf ihn stürzte, verlor dabei sogar fast das Gleichgewicht, hielt sich allerdings noch gerade so an dem Auto fest. Nicht cool. Ganz und gar nicht cool. Vor allem deswegen nicht, weil Wolfi es direkt nutzte, um zu versuchen, auf die Beine zu kommen. "Ah - ah - ah. Wo wollen wir denn hin?!" Bevor der Fettsack Zeit hatte, zu reagieren, griff sich Phoenix seinen Kopf und rammte ihn mit voller Wucht gegen sein Knie. Der Mann erschlaffte unter seinen Händen - ausgeknockt, noch nicht tot. "So, jetzt zu Dir." Er drehte sich zu dem Vigilanten. "Kennen wir uns zufällig irgendwoher? Oder was bringt Dich auf die Idee, dass Du einfach so in meinem Revier eindringen und mich bei meiner Arbeit stören kannst?!", fragte er mit üblich dunkel verstellter Stimme, während er betont langsam den Vigilanten umkreiste. "Weißt Du was? Eigentlich kann es mir auch egal sein. Verpiss Dich aus meinem Revier und ich lasse das hier noch einmal durchgehen. Der Typ hat gegen meine Regeln verstoßen und wird dafür bezahlen. Wenn Du noch was von ihm willst - nicht mein Problem." Natürlich erwartete er nicht, dass sein Gegenüber auf ihn hören würde, aber man konnte es ja zumindest mal versuchen. Dennoch spannte er sich an, machte sich zum Kampf bereit. Und er hatte auf eine friedliche Nacht gehofft....

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 18:02

Phoenix setzte dem Typen ganz schön zu. Vento konnte es ihm nicht mal verübeln, in seinem Herzen war definitiv auch kein Platz für Vergewaltiger frei. Wäre es irgend ein anderer reicher Schnösel gewesen, hätte er ihn auch ohne schlechtes Gewissen weiter machen lassen, das war immerhin Phoenix Job, nur leider brauchte Vento genau diesen reichen Schnösel.
Während er auf ihn zu schnellte beobachtete er instinktiv jede noch so kleine Regung seines Gegners, weshalb ihm auffiel dass Phoenix seinen Kopf weiter in seine Richtung drehte, als es nötig war, was Vento darauf schließen ließ, dass er mit seinem linken Auge definitiv schlechter sehen konnte.
Leider konnte der Vigilant dem Rothaarigen im letzten Moment ausweichen. Er knallte zwar gegen die Karre von Wolfenstein, dies hielt ihn jedoch nicht lang davon ab, den Politiker in Ruhe zu lassen. Während Vento sich wieder aufstellte, nachdem er sich über seine Schulter abgerollt hatte, um nicht bäuchlings auf den Boden zu klatschen, knockte der Andere sein Ziel mit einem geschickten Hieb seines Knies aus. Kurze stockte Foxy, realisierte aber schnell, dass Wolfi noch atmete.
Das Wort wurde an ihn gerichtet und er hob in einer beschwichtigend wirkenden Geste die Hände, seine Muskeln waren jedoch in Erwartung eines Kampfes angespannt.
"Believe me, ich wäre auch gern aus deinem Revier draußen geblieben. Aber die liebe Wolfi hier,", er deutete auf den bewusstlosen Körper am Boden, "schuldet mir noch ein paar Antworten. Danach kannst du ihn gerne haben. All yours."
Er glaubte zwar nicht, dass seine Worte auf Verständnis stoßen würden, aber dann konnte zumindest niemand behaupten er hätte sich nicht erklärt.
"Also little One, so wie ich das sehe, haben wir zwei Möglichkeiten wie das Ganze ausgehen kann. Entweder ich werde dem werten Herren die Fragen stellen, die ich habe und danach gehört er dir, oder wir klären das the hard way. Das könnte dir aber weh tun.", er zuckte nonchalant mit den Schultern. Er machte kein großes Geheimnis daraus, dass er vollends auf seine Fähigkeiten vertraute.

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 19:49

Was sein Gegenüber sagte, klang... verständlich. Beschwichtigend, irgendwie. Phoenix verschränkte die Arme. Er würde ihn nur ausfragen, danach konnte er ihn haben? Es war... ein Angebot. Ein verdammt gutes Angebot. "Vielleicht..." vielleicht sollte er es ja annehmen. Sollte sich doch der Typ mit Wolfi erst einmal vergnügen, später konnte er ihn doch genauso gut anzünden, nicht wahr? ...Nicht wahr? Sein Blick fiel auf den bewusstlosen Mann zu seinen Füßen. Wow, der Typ war wirklich weggetreten. Wahrscheinlich musste er sich an Sexarbeiterinnen vergehen, weil er es nicht hinbekäme, überhaupt jemanden so zu überwältigen. Dreckiges Schwein. Unwillkürlich verkrampften sich seine Hände in seinen Taschen. Der Typ verdiente es, zu sterben. Jetzt und hier - gut, nicht hier. Aber jetzt. Sofort. Sein Blick schoss zu dem Vigilanten rüber. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Wer sagte ihm überhaupt, dass dieser Typ die Wahrheit sagte? Was, wenn er ihn nur ausnutzen wollte, um selbst Wolfenstein zur Strecke zu bringen?! 
Little One.
Die Worte trafen einen Nerv. Trafen zu viele Nerven. Sein ganzer Körper verkrampfte sich für einen Augenblick, die Lider schlossen sich. Nein, er musste es unterdrücken, runterschlucken. "Sweet dreams, little one." Eine Hand, die sich über seinen Mund legte, ihn unbarmherzig festhielt, bis sein Körper erschlaffte... Er riss die Augen wieder auf, richtete sie, nun hasserfüllt, auf den Mann vor sich. "Ich sagte, verpiss Dich aus meinem Revier.", zischte er zwischen den Zähnen und stieg über den Mann, während er die Hände, mit Schlagringen bewehrt, aus der Tasche zog. "Ich gebe Dir drei Sekunden zum Verschwinden, ansonsten werde ich ungemütlich!" Der Typ hatte es nicht anders gewollt. Wenn er jetzt nicht nen Rückzieher machte, würde Phoenix Hackfleisch aus ihm machen.

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   So 15 Okt 2017 - 21:09

Am Anfang wirkte es, als würde Phoenix ernsthaft über Ventos Worte nachdenken. Er murmelte etwas vor sich hin und ließ seine Defensive etwas außer acht, was den 28-jährigen hoffen ließ, dass er hier ohne Kampf heraus kommen würde. Er hatte sein Kostüm erst vor kurzem nähen müssen und hatte eigentlich keine Lust es nach heute wieder flicken zu dürfen.
Dann jedoch schien ein Schalter in seinem Gegenüber umzuklappen und er spuckte ihm Giftige Töne entgegen. War es etwas was Foxy gesagt hatte? War ja auch unwichtig. Phoenix hatte die Hände aus den Taschen gezogen und man erkannte Schlagringe welche das schwache Licht reflektierten. Also doch die harte Tour.
Phoenix gab ihm ein Zeitlimit von drei Sekunden um zu verschwinden, was Vento unter seiner Haube schmunzeln ließ.
"Generous.", murmelte er und rollte seine Schultern zur Lockerung nach hinten. Diese drei Sekunden würde er nicht brauchen. Seine Entscheidung lag immerhin gerade bewusstlos am Boden. Ohne Wolfenstein würde er hier nicht verschwinden.
"Ich wollte das wirklich vermeiden.", sagte er schulterzuckend und bewegte sich bedrohlich auf ihn zu. Er wusste dass er mit seiner schlanken Gestalt nicht wirklich furchteinflößend wirkte, aber immerhin konnte er hier einmal mit seiner Größe punkten, da er zumindest ein winziges Stückchen größer zu sein schien als Phoenix.
Doch lange konnte er darüber nicht nachdenken, denn schon schoss Phoenix auf ihn zu und holte mit der Schlagring geschmückten Rechten aus, um sie ihm mit voller Wucht ins Gesicht zu pfeffern. Wenn seine Taktik blind draufhauen war, dann würde er es mit Ruby schwer haben. Er fand in einem Sekundenbruchteil eine Lücke in seiner Deckung und während er sein Knie hob um den Vigilanten einfach in selbiges hineinlaufen zu lassen, duckte er sich geschickt und wich so der Faust aus. Wie zu erwarten, brachte dies Phoenix aus dem Gleichgewicht und Ventos Knie landete in seiner Magengrube, was ihn hustend zurück stolpern ließ.
Leider fiel er nicht zu Boden, aber dafür hätte Foxy auch selbst etwas Schwung in sein Bein bringen müssen. Es ging ihm gerade eher darum, die Taktik seines Gegenübers aufzudecken.
"Come on, du hast doch mehr drauf.", provozierte er ihn, das Grinsen in seiner Stimme deutlich.

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   Mo 16 Okt 2017 - 9:30

Natürlich war er nicht bereit, nachzugeben. Wäre ja auch zu schön gewesen. Phoenixs Finger legten sich fester um das kühle Metall der Schlagringe. Auf die Aussage seines Gegenübers, er habe das ja wirklich vermeiden wollen, hatte er nur ein Schnauben übrig. "Ich auch." Genug gequatscht, es war an der Zeit, diesem Großmaul ein paar Manieren beizubringen. Er stürmte auf den Mann zu - und landete mit seiner Faust direkt im Leeren, dafür aber landete sein Knie wiederum in Phoenixs Magengrube. Keuchend stolperte er ein paar Schritte zurück, hielt sich die getroffene Stelle und zwang sich, die aufkommende Galle hinunterzuschlucken. Verdammt, der Typ war gut. Viel besser als viele dieser "Möchtegern-Rächer", die normaler Weise versuchten, ihn zu stellen. Er biss die Zähne zusammen. Zusammenreißen, Phoenix. - Der Typ fühlte sich wohl auch noch ganz toll dabei. Dem würde er es zeigen!
Erneut sprintete er auf seinen Gegenüber zu, erkannte zu spät, dass das genau das war, was er wollte. Ein Schritt zur Seite, Phoenix strauchelte - erneut sah er ein Bein auf ihn zufliegen. Oh nein, so nicht. Im Flug vollzog Phoenix eine Drehung, hob selbst das Bein und schaffte es tatsächlich, seinem Gegenüber einen ordentlichen Tritt gegen den Kopf zu verpassen. Ja, das Knie traf ihn trotzdem, brachte ihn diesmal auch aufgrund des verlagerten Gewichts zu Fall - aber nicht für lange. Er rappelte sich wieder auf, würgte nur einmal kurz. Das lief ja echt klasse für ihn...

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   Mo 16 Okt 2017 - 16:12

Der Tritt zeigte seine Wirkung. Phoenix hielt sich den Bauch und Foxy konnte erkennen, dass er hart schlucken musste, was genau er da wieder in seinen Magen beförderte, wollte er lieber nicht wissen.
Viel Zeit blieb jedoch nicht, sich auf den nächsten Schlag vorzubereiten, denn Phoenix stieg sofort auf seine Provokation ein. Er schnellte wieder auf ihn zu, doch Vento trat einfach geschickt einen Schritt zur Seite und wollte wieder sein Bein verwenden um einen Schlag zu setzen. Doch dieses Mal schaltete der Kleinere schneller, vollführte eine beeindruckende Drehung, welche selbst Vento nicht schlecht staunen ließ und donnerte ihm seinen Fuß ins Gesicht. Nachdem Ventos Knie jedoch noch sein Ziel getroffen, ging auch er, so wie Phoenix, zu Boden. Er griff sich instinktiv an die Schläfen und schickte ein Stoßgebet gen Himmel, dass dies jetzt keinen Migräneanfall auslösen würde. Dann könnte er auch direkt aufgeben.
Stöhnend richtete er sich wieder auf und kniff kurz die Augen zu, während er seinen Gegner würgen hörte.
"Not bad.", gab er zu.
Der nächste Angriff ging von Foxy aus. Zwar schnellte er nicht so wie Phoenix auf ihn zu, sondern näherte sich vergleichsweise gemächlich. Er täuschte einen Schlag mit der Linken vor, was Phoenix dazu brachte in die Defensive zu gehen. Diesen Moment nutzte Vento um mit so viel Schwung wie möglich von unten zwischen Phoenix sich verschränkende Arme zu fahren und sie nach außen zu katapultieren. Ein überraschter laut verließ die Kehle seines Gegners und er verpasste ihm einen starken Tritt gegen das Brustbein. Durch diese Bewegung verlor Phoenix den halt an seinen Schlagringen und der Rechte rutschte ihm von den Fingern und landete mit einem dumpfen Laut im Dreck.
Bevor er sich wieder aufrappeln konnte, hatte Vento den Schlagring schon unter das nahe stehende Auto getreten, was aber dem Anderen die Zeit verschaffte, ihm den Fuß wegzuziehen, so dass er mit einem mal auf dem Rücken landete. Alle Luft entwich seinen Lungen und schon hatte sich Phoenix auf ihn geworfen.

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   Mo 16 Okt 2017 - 20:41

Ha, der hatte gesessen. Auch wenn Phoenix selbst für einen Augenblick am Boden lag, so erfüllte es ihn doch mit einer gewissen Genugtuung, dass auch sein Gegenüber nun kurz am Boden war. "Ich dachte, Du hättest mehr drauf.", spie er voller Häme in Richtung des Maskierten, während er selbst wieder auf die Beine kam. Doch sogleich ging der Kampf weiter, und ehe er sich versah, war er einen seinen Schlagringe los, der jetzt irgendwo mitten unter dem Auto lag - also keine Chance, so schnell daran wieder heranzukommen. Unmerklich knirschte er mit den Zähnen, zog dem Anderen die Beine weg und stürzte sich auf ihn.
"Ich hab Dir gesagt"
Erster Schlag
"Verpiss Dich"
Zweiter Schlag
"Aus meinem"
Dritter Schlag
"REVIER!"
Bevor er jedoch dazu kam, seinem Gegenüber noch einen wohlverdienten Schlag zu verpassen, drehte sich das Blatt plötzlich und ehe er sich versah, hatte sich der Vigilant wieder gefasst und seine Faust abgefangen. Fuck. Der Moment gab seinem Gegenüber eine Möglichkeit, ihn von sich herunterzuwerfen und auf die Beine zu kommen. Phoenix schlitterte ein paar Meter über den Boden und knallte mit dem Kopf gegen die Wand. Fuck, fuck, fuck. Für einen Augenblick sah er Sternchen, krümmte sich und würgte, stemmte sich aber wieder auf die Beine und sah seinen Gegenüber keuchend an. "Glaub nicht, dass Du gewonnen hast.", zischte er, eine Hand an die Seite gepresst, ehe er erneut in Kampfhaltung ging und seine Hände zu Fäusten ballte.

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BeitragThema: Re: Der Grenzzaun   Mo 16 Okt 2017 - 23:09

Den verbalen Seitenhieb seines Gegners ließ Vento an sich abprallen. Er war nicht hier um sich wie ein Teenager blind zu prügeln. Er hatte ein Ziel und wenn er sich nicht beeilen würde, dann würde Wolfenstein noch aufwachen und abdampfen.
Nur leider wurde daraus erst einmal nichts, da sich Phoenix auf Grund seiner eigenen Unvorsichtigkeit auf ihn stürzen konnte. Es landeten drei Faustschläge in seinem Gesicht. Was der Andere ihm dabei entgegen spie hörte Vento nicht, da es in seinen Ohren zu laut rauschte. Erste Anzeichen des Kopfschmerzes. Durch diese Erkenntnis mit neuem Adrenalin versorgt stoppte er die Faust seines Kontrahenten in der Luft, Gott sei Dank hatte Phoenix nicht mit der Schlagring geschmückten Hand auf ihn eingedroschen, und nutzte seine Überraschung um ihn mit Schwung von sich herunter zu befördern.
Vento realisierte nicht, dass er Phoenix gegen eine Wand befördert hatte. Er rappelte sich auf und spürte wie sich seine wollene Haube unter der Nase mit Blut vollsog. Wenn er Glück hatte, war sie nicht gebrochen.
Phoenix Worte brachten ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Er befand sich hier in einem Kampf und er machte sich Sorgen ob seine Nase in Ordnung war.
"Glaub mir, das hab ich nicht erwartet.", meinte er und knackte einmal mit den Fingerknöcheln. Es entwickelte sich ein kurzer, schneller Schlagabtausch zwischen den Beiden, bei dem Vento mehr Schläge einsteckte, als ihm lieb war. Gerade bekam er den Ellenbogen seines Gegners zwischen die Rippen, was ihn stark zum Husten brachte. Er krümmte sich zusammen, bevor er sich wieder aufrichtete und zu Phoenix herumwirbelte.
"Enough is enough.", murrte er bevor er zu einem Faustschlag ausholte und seinem Gegner einen Kinnhaken verpasste. Phoenix erwischte mit seinem Schlagring seine Wange und Vento spürte wie die Haut über dem Wangenknochen aufplatzte.
Letztendlich endete der Kampf dadurch, dass Foxy genau den gleichen Kniff anwendete, den Phoenix zuvor bei Wolfenstein angewandt hatte. Sein Kopf machte Bekanntschaft mit dem Knie des Rothaarigen und er landete am Boden, ohne sich danach zu regen. Er hatte mehr Glück gehabt, dass der Andere seine Defensive etwas vernachlässigt hatte und er die Lücke rechtzeitig bemerkt hatte.
Ruby sackte zusammen und schlug mit den Knien auf dem Boden auf. Er hustete und sog gierig Luft in seine brennenden Lungen. Dieser Kampf hatte ihn unvorbereitet getroffen und definitiv seine Spuren hinterlassen.
Plötzlich ertönte ein schmerzerfülltes Stöhnen aus der Richtung in der Wolfenstein lag. Vento sah zu ihm und rappelte sich auf. Er eilte zu ihm und packte ihn am Kragen um ihn auf die Beine zu ziehen.
"B-bi-bitte nicht. I-Ich...", wimmerte der Politiker vor sich hin.
"Pathetic.", spuckte Foxy und schleifte ihn zu seinem Auto. Er warf ihn mehr auf den Fahrersitz, als irgendetwas anderes. Aus dem würde er jetzt sowieso nichts mehr heraus bekommen. Aber er wusste ja wo das Ekelpaket wohnte.
"Du machst jetzt dein Auto an und dann verschwindest du von hier. Und wenn ich zu Ohren bekomme, dass du noch einmal auch nur eine Frau gegen ihren Willen anfasst, oder dich hier blicken hast lassen, dann kommst du nicht so gnädig davon.", flüsterte er ihm bedrohlich ins Ohr. Dies schien neues Leben in Wolfenstein zu bringen, denn er schreckte auf, startete sein Auto und war schneller weg, als Vento 'procrastination' sagen konnte.

Eigentlich wollte er sich jetzt auf den Weg nach Hause machen. Er musste seine aufkommenden Kopfschmerzen mit einer Tablette stoppen und brauchte dringend eine Dusche. Jedoch fiel sein Blick auf den glänzenden Schlagring, welcher noch bis vor ein paar Sekunden von einem Auto verdeckt worden war. Er hob das metallene Stück auf und blickte zu Phoenix. Ihm war die Kapuze vom Kopf gerutscht. Ruby erschrak als ihm auffiel wie jung er doch aussah. Kaum volljährig, wenn überhaupt. Langsam machte er sich auf den Weg zu ihm. Je näher er kam, desto deutlicher erkannte er, dass der Junge starke Brandnarben auf Gesicht und Brust hatte. Der Rest seines Gesichts war mit goldener Schminke getarnt.
"Geh nach Hause, das geht dich nichts mehr an.", murmelte er sich selbst zu. Aber er konnte doch einen so jungen Kerl nicht die Ganze Nacht in der Kälte auf dem Strich liegen lassen? Seine Mutter wäre enttäuscht von ihm, wenn er Phoenix einfach so seinem Schicksal überlassen würde. Gut, seine Mutter wäre auch enttäuscht wenn sie wüsste, dass er es war, der ihn so zugerichtet hatte, das tat jedoch nichts zur Sache.
Letztendlich erbarmte er sich doch und warf sich den Blonden, wie er nun erkannte, über die Schulter und machte sich auf den Weg zu seiner Wohnung.

--> Wohnung von Ruby (Mietshaus Innenstadt)

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